Ali* ist 21 Jahre alt in Kabul geboren und in Wardak aufgewachsen und hat schon als Jugendlicher als Teppichknüpfer gearbeitet. Er musste aus Afghanistan fliehen, nachdem er mit einer unverheirateten Frau alleine in einem Zimmer erwischt worden war und der Bruder der Frau ihn daraufhin mit dem Tode bedrohte.
Der Bruder hat uns in dem Zimmer gesehen, da bin ich abgehauen weil er gesagt hat das er micht töten wird. Das Problem war, dass der Bruder Polizist ist und er mich umbringen konnte wenn er wollte
Nach den oben geschilderten Ereignissen floh er im Jahr 2009 zu Fuss, mit dem Auto und dem LKW über den Iran, die Türkei und Griechenland nach Deutschland. Er selbst ist Hazara, eine ethnische und religiöse Minderheit in Afghanistan die den Taliban als Ungläubige gelten und daher immer wieder Ziel von Anschlägen werden, zudem unterliegen Sie Diskriminierungen aufgrund ihres asiatischen Äußeren.
Im Januar 2011 wurde sein Aslyantrag abgelehnt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge lehnte seinen Asylantrag ab, da keine individuelle Verfolgung anerkannt wurde und der Krieg in Afghanistan als nicht so gefährlich eingeschätzt wird, das jeder “sehenden Auges dem sicheren Tod” zurückgeschickt wird. Danach sollte er einen Pass besorgen, was er auch getan hat. Als der Pass da war, wurde ihm die Abschiebung angekündigt und er floh weiter nach Schweden, wurde jedoch drei Monate später nach Deutschland zurückgeschickt. Insgesamt vier Wochen befand Ali sich dann in verschiedenen Gefängnissen. In der JVA Regensburg, wurde ihm dann im Mai 2011 an einem morgen gesagt, dass er zurück nach München kommt und er wurde in Handschellen genommen und zwei Polizisten fuhren ihn zum Flughafen in München. Das er abgeschoben werden sollte wurde ihm nicht gesagt. Er wurde für 1 1/2 Stunden in eine leere Zelle gebracht,
dort war es ganz Dunkel nur ein Kellerfenster war da, sonst nichts. Später kamen dann drei somalische Leute die sollten nach Italien, da habe ich verstanden das ich abgeschoben werden soll. Ich habe die ganze Zeit geweint und wir haben so ein Gespräch bevor wir sterben, so habe ich mich da gefühlt. Die Polizisten waren total wütend auf mich und haben mich geschubst und auf den Boden gedrückt. Dann haben sie mich gefesselt und mit dem Auto zum Flugzeug gebracht, sie haben mich mit zwei Polizisiten in das Flugzeug getragen, das war schon ganz voller Leute nur noch ein Platz war frei, da haben sie mich hingesetzt.








